Das ist auch so ein Thema: ich gebe jemanden Unterricht, die chronische Schmerzen wegen einer Wirbelsäulenverformung hat. Letztens war sie beim Orthopäden um sich einrenken zu lassen. Das war auch zu sehen an der Art und Weise wie sie auf dem Boden lag: wesentlich gerader und entspannter. Einrenken finde ich persönlich so eine Sache, und doch würde ich niemals jemandem davon abraten wenn der/die Orthopädin das als richtig empfindet. Bin ja keine Ärztin, nichwahr.
Und dann habe ich ihr die Story von meiner Freundin erzählt, die nach einem schweren Unfall es einerseits geschafft hat keinen sog. Spitzfuß übrig zu halten und die als Spätfolge manchmal eine „festsitzende“ Wirbelsäule hat, weil aus dem Schulterbereich ein Muskel herausgenommen wurde um beim Bein für Ersatz zu sorgen. Auch ihr Orthopäde sorgte dafür, dass die Wirbelsäule wieder „los“ kam.
Sie hat die Ausbildung zur Feldenkraislehrerin gemacht und dann nach den 4 Jahren Praxis festgestellt, dass Sie bestimmte Übungen nutzen kann um Ihre Wirbelsäule zu befreien. In Absprache mit Ihrem Orthopäden hat sie dann immer wieder ihre Wirbelsäule selbst entlasten können. Eine tolles Beispiel dafür wie erhöhtes Bewusstsein des eigenen Körpers zur Verbesserung der eigenen Lage führen kann, wie ich finde.
Nun ist es so, dass ich noch nicht genau sagen kann, inwieweit das jetzt auch für meine 1 Stunde pro Woche „Schülerin“ zutreffen kann und ob die Geschichte nicht eher falsche Hoffnungen weckt. Und gleichzeitig war es mir wichtig eine eventuelle Zukunftsaussicht nicht verbauen zu wollen.
Ächz – wenn ich jetzt noch bedenke, dass durch meine Intervention der Druck entstanden sein könnte, dass sie selbst sich verpflichtet fühlt etwas Positives zu sehen/fühlen, dann wird´s so richtig interessant.
Ich glaube, bei einem ähnlich gelagerten Fall werde ich zukünftig versuchen meine Klappe zu halten.
Through-Gwens-Eyes - 17. Dez, 13:11
Vor zwei Wochen etwa habe ich bei einer Person der ich Feldenkrais geben gesehen, dass ihre Rückenschmerzen vermutlich von den Schultern herkommen. Zumindest sind die Schultern diejenigen wo es in meiner Sichtweise „hakt“. Demnächst (ich habe keine regelmäßigen Unterrichtseinheiten mit dieser Person) werde ich eine Einheit machen, in der die Person mit den Schultern was lernen kann. Kucken wie das funktioniert.
Das „nette“ daran ist, dass ich letzte Woche selbst starke Rückenschmerzen hatte und ich das zumindest meinen Kollegen nicht zugeben wollte: einer von denen hatte nämlich letztens einen derartigen „Rückenschuss“ dass er nicht aus dem Bett kam. Dem gegenüber habe ich natürlich groß einen vom Feldenkrais vorgetönt – und jetzt stand ich selbst da und hatte „Rücken“.
Da hab ich gedacht: ok, was hat Dir jetzt die erste Person gezeigt: vielleicht liegt es bei Dir ja auch in den Schultern, dementsprechend habe ich am Sonntag was mit meinen Schultern gemacht – und nachts auf der Seite gelegen, die weniger wehtat. Heute habe ich zwar immer noch Schmerzen, und die sind wesentlich weniger geworden. Ich denke dass der Schulteransatz bei mir tatsächlich eine gute Idee war. Mal sehen, was für empirische Werte ich hier noch sammeln kann ;-)
Through-Gwens-Eyes - 8. Dez, 13:15
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Through-Gwens-Eyes - 3. Dez, 13:21
Das ist eine Kategorie im Computerquiz: „You don´t know Jack!“ Es geht darum, dass der Quizmaster jemanden willkürlich aus dem Telefonbuch auswählt und diese Person soll sich eine Frage ausdenken und sie später an das Publikum stellen. Die Frage ist meistens völlig absurd und außer man ist gerade Fachfrau auf einem superspezialisierten Feld (wie z.B. Horrorfilme aus den 80-90 Jahren) oder man lacht sich einfach nur schlapp, weil man derart überfordert ist.
Ein in etwa ähnliches Gefühl beschlich mich letzte Woche, als ich von einer Workshopteilnehmerin zu hören bekam, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen konnte: Kopfschmerzen. So und jetzt ich: wie gehe ich damit um? Ich habe einfach mal reagiert mit: alles in Ordnung, nächste Woche wieder eine Gelegenheit, gute Besserung…
Und auf dem Weg zum Workshop im Auto rotierten dann die Gedanken: Feldenkrais kann sich positiv gegen Kopfschmerzen auswirken, was hätte ich am Telefon noch machen können um ihr Problem zu erleichtern? Also quasi Telefon-Feldenkrais.
Doch da hab ich auch eine gewissen Angst vor: was, wenn die Kopfschmerzen ganz woanders herkommen und ich sie durch Feldenkrais eher noch näher an das Problem heran bringen – und sie noch nicht so weit ist? Welche Übungen kann ich überhaupt mit jemanden am Telefon machen, der noch ganz wenig Feldenkrais gemacht hat? Wie viel Zeit sollte sowas in Beschlag nehmen und bin ich selbst entspannt genug um sowas anzuleiten?
Und dann kam mir der Vergleich Reiki in den Sinn: dort ist „Telefon-Reiki“ erst ab dem Meistergrad möglich, wenn ich das richtig verstanden hab. Damit hab ich mich zufrieden gegeben: ich bin einfach noch nicht Meistergrad, daher ist mir der persönliche Kontakt wichtig – dann kann ich den Unterricht abändern, wenn ich sehe, dass sich was tut.
Später fiel mir dann ein, dass sie zumindest ein paar Unterrichtsstunden hatte und ihr System vermutlich dann selbst entscheiden kann, was davon gut für sie ist. Ich hätte also ganz einfach sagen können:“ Sie können sich ja bei sich zuhause auf die Decke legen und ein bisschen Feldenkrais machen. Einfach die Bewegungen an die sie sich erinnern und solange wie sie angenehm finden“.
Through-Gwens-Eyes - 2. Dez, 13:10
Letztens war ich bei einem Feldenkrais-Supervisions-Workshop, bei dem klar gesagt wurde, dass viele FeldenkraisleherInnen viel zu sehr mit ihrem inneren Dialog beschäftigt sind um mitzubekommen, was in der Gruppe läuft.
Gestern habe ich jetzt zum 2. Mal einen Workshop an „fremde“ Menschen gegeben. Also Menschen, die nicht direkt aus der Feldenkrais-Welt stammen, davon aber entweder mal gehört haben, oder einfach neugierig sind auf das was ich da anbiete.
Und jetzt stellt sich mir einerseits die Frage: wie sehr war ich mit meinem eigenen Dialog beschäftigt, wie wirkt sich das auf die Gruppe aus und: was mach ich mit den Sachen, die ich da wahrgenommen habe?! Wie gehe ich damit um, dass etwa 50% zu große Bewegungen macht – von zu schnell mal gar nicht gesprochen, weil sich das meistens von selbst löst. Gerade stelle ich fest, dass sich dieser Beitrag schon gelohnt hat: ich könnte das einfach mal als Beispiel anbringen. Und schon stellt sich die nächste Frage: wie generiere ich ein Beispiel mit Leuten, ohne dass die sich angegriffen fühlen?
Hm, erster Schritt ist natürlich eine sichere Atmosphäre zu schaffen – also nicht direkt am Anfang damit anfangen. Vor allem weil es ja zu große Bewegungen nicht gibt. Es geht darum, dass den 50% die Alternative klar ist und sie auch mal spüren können, was diese Alternative bedeutet. Wie sie sich anfühlt.
Zweiter Schritt ist dann vermutlich wie Milton Erickson die zukünftige Beispielaktion mit Stories vorzubereiten: also aus dem eigenen Nähkästchen Beispiele dafür zu bringen, dass es sich lohnt, wenn man sieht wie andere Leute dieselbe Bewegung machen. Last but not least kann ich dafür sorgen, dass eine Person mit großen Bewegungen und eine mit kleinen zusammen angesehen werden können. Dann sind die Alternativen direkt klar und es können alle mal kucken und alle mal bekuckt werden.
Ok also überlegen, welche Story ich auf Lager habe um diese Situation als wünschenswert zu illustrieren.
Through-Gwens-Eyes - 28. Nov, 13:10
So, hier mal ne Ankündigung: in der nächsten Zeit werde ich sehr stark mit meinem Entspannungs-Dings (es wird auch Feldenkrais genannt) unterwegs sein. Und auch einige Workshops belegen, bei denen ich anverwandte Dinge lernen möchte. Mein Feldenkraislehrer hat mal gesagt, dass es sich lohnt, über das was man gelernt hat zu reden/schreiben oder es sonstwie anderen zugänglich zu machen. Dadurch wiederholt man nämlich den Stoff und lernt ihn besser. Und weil man sich dazu bringt nicht nur darüber nachzudenken sondern das ganze auch in eine allgemein verständliche Form zu bringen ist das natürlich doppelt effektiv. Bzw. bringt Einsichten die vielleicht in der Klarheit vorher noch nicht da waren. Im Nachfolgenden also dazu Berichte (in der gewohnten Regelmäßigkeit ;-)
Through-Gwens-Eyes - 27. Nov, 13:14
…dass endlich die Tauschringtransaktionen bis zu einem Betrag von 1000 Euro pro Monat steuerfrei getätigt werden können, wie in den Niederlanden.
Denn dort haben die Menschen begriffen, dass so ein Tauschring den Leuten die ganz knapp dran sind richtig unter die Arme greift. Und gleichzeitig dafür sorgt dass die sog. verlotternden Arbeitslosen an geschäftliches Handeln und Absprachen einhalten usw. gewöhnt bleiben. Angesichts der jetzigen Wirtschaftskrise (bei der jeder anscheinend peinlichst versucht das Wörtchen „Welt“ davor zu vermeiden) wirklich mal ne Massnahme – die auch dafür sorgt, dass die Leute das Vertrauen untereinander behalten und „der Rubel rollt“ und somit indirekt auch „die Wirtschaft“ gestützt wird. Weil die Leute ja die Rohstoffe irgendwo her haben müssen die in dem Ring zu Produkten gemacht werden.
Das war jetzt ganz bestimmt zu durcheinander – und das ist auch direkt der Grund, warum das Ding noch nicht als Brief an die einzelnen PolitikerInnen gegangen ist.
Ob die Tauschringe selbst jetzt diese Chance sehen? Das wäre schön.
Through-Gwens-Eyes - 1. Nov, 09:58
Bullshitbingo ist eine Art von Bingo, die mal ne zeitlang durch die Zeitungen geisterte und zur (privaten) Aufheiterung während Teammeetings u.ä. führen sollte. Man sammelt die Fachbegriffhülsen aus dem eigenen Bereich und macht eine Liste – wer als erstes die Liste komplett hat bei einer Versammlung hat dann theoretisch gewonnen. Praktisch sehe ich noch keinen aufspringen und rufen „Bullshitbingo!“ wenn der Chef gerade über die „Win-Win Situation“ spricht. Aber egal.
Warum ich darauf komme ist: wegen meiner ziemlich Weborientieren Arbeitsstelle komme ich immer mehr an Zeitschriften (jaaa online…) bei denen ich alle paar Minuten ausrufen möchte: „Bullshitbingo!!“ – da geht es dann um tracking, targeting, performance-fördernde Maßnahmen… Irgendwie werd ich dann wieder daran erinnert, warum ich damals kein Design studiert hab – ich wollte nicht irgendwelchen Leuten irgendwas anschmieren, sondern mit den Menschen in Kontakt treten.
Und jetzt kommt natürlich der Balanceakt dazu, dass ich in einem Unternehmen arbeite, das nun mal – wie vielleicht jedes Unternehmen – Performance sprich Gewinn und Wachstum nötig hat. Und dabei geht es auch um meine eigene Haut: schließlich kann ich mir meine „teuren“ Hobbies und Weiterschulungen nur deshalb leisten, weil ich hier ein stetiges Einkommen habe. Naja, vielleicht kann ich ja einfach einen auf „dumme Technikerin“ machen und ein auf Kontakt basiertes Marketing verfolgen. Quasi Grassroots-markting…
(Bingo!)
Through-Gwens-Eyes - 1. Nov, 07:05
...die Lautlosen. Erinnert sich noch jemand an den Film? Whistlers (der Teamblinde, also eher das Teamohr) sagt nachdem die ganze Gang sich das ÜBerwachungsvideo angesehen hat:"Die Blackbox die Ihr sucht steht zwischen Computer und Telefon." Worauf Mother:"Ich sag das ja nicht gerne Whistler, aber Du bist blind." Hören ist halt auch gut.
Wie ich jetzt auf den Film komme? Naja seit ich in der jetzigen Firma arbeite habe ich immer mehr mit Webseitenverwaltungssystemen zu tun und ab und zu flitzt ein html-code dazwischen. Soviel dass ich jetzt beschlossen habe, mir das mal genauer anzusehen - die ersten Seiten des aus dem Internet geladenen Workshops sind schon super:
"Kommentare sind Tags von der Sorte Tags die keinen schliessenden Tag benötigen."
Genial oder?
So und jetzt mein Outing als Super-DAU:
Wo liegt der Unterschied zwischen html und Linuxcode?
Through-Gwens-Eyes - 23. Okt, 18:11