Entspannung anwenden
Irgendwie habe ich einen Hang zur Kompliziertheit – nur nicht, wenn es um Organisation geht – dann habe ich lieber alles selbst in der Hand und mache es so einfach und klar wie möglich.
Gerade versuche ich zwei Selbstständige und mich unter einen Hut zu bringen was die Fahrt zum Flughafen für das nächste Feldenkrais-Seminar angeht. Das ist gar nicht so einfach, es gibt Erwartungen, Fragen, Wünsche und Ängste.
Und ich bin geneigt alles an mich zu ziehen und zu lösen. Interessant. Mal sehen, wie meine Erwartungen, Fragen, Wünsche und Ängste aussehen und wie ich die einbringen kann in eine möglichst gute Lösung.
Through-Gwens-Eyes - 23. Okt, 18:39
So und jetzt bin ich zwei Wochen von dem absolut inspirierenden Blog von Mia Segal und Leora Gaster zurück. Und habe bereits zweimal versucht den 2. Teil des Workshops zu geben, der über die Schulter und deren Verbindung zum Schulterblatt, Schlüsselbein, Brustbein und schlussendlich zu den Rippen geht.
Ohne Skelettmodell ist das gar nicht so einfach. Zum Glück hat ja jede/r sein eigenes Skelett dabei und das ist mir beim 2. Mal leichter gefallen als beim 1. Mal. Eventuell dass ich heute abend diesen Teil des "kuck mal, wenn Deine Schulter sich bewegt, was hat dann das Schulterblatt und das Schlüsselbein damit zu tun?!" noch mit reinnehme. Mal sehen.
Eigentlich will ich auf den ersten Teil des Seminars übergehen, wo wir uns mit dem Hüftgelenk beschäftigt haben. Mal sehen, weil das müsste ich eigentlich noch durchnehmen um ein genaueres Bild zu machen, was von den 3 Tagen mit denen wir mit dem Hüftgelenk gespielt haben, am Besten mitnehmen kann. (Nein Ich schreibe keine Bandwurmsätze! Hab ich auch noch niiee getan;-)
Obendrein bin ich gerade auf meiner eigenen Queste, weil ich seit zwei Tagen im linken, mittleren Rücken eine Art Zerrung habe und ich noch nicht weiß, welche Übung ich da am Besten machen kann. Eventuell, dass ich mal bei Maja in Nimwegen vorbei schneie um dazu eine Inspiration zu bekommen. Hm, das passt dann aber wieder weniger zu dem "life is a process"-Ding. Hm. Werde weiter berichten.
Through-Gwens-Eyes - 9. Jul, 07:46
Habt ihr schon was von dem Typen gehört? Arton Baleci? Dieser beste 24-jährige Mensch möchte innerhalb von 2 Jahren von "Ich-hab-mal-als-Jugendlicher-n-bissel-Ball-gekickt" zum Profifussballer aufsteigen.
Warum Gwen jetzt in ihrem Sicht- und Feldenkraisblog jetzt über Fussball anfängt? Weil dieser Typ beim Feldenkraiskurs in Zürich dabei war. Und wir haben eine supertolle Einführung bekommen von Mia was bei Arton los ist und wie Feldenkrais eine spannende Rolle dabei spielen kann.
Arton war der einzige nicht Feldenkrais-Practitioner im Raum - und ich durft mit ihm arbeiten - also ihm eine FI geben und ein paar Tage später wieder. Sehr spannend, wie sich die Kurstage auf seine Möglichkeit seinen Rücken einzusetzen ausgewirkt haben.
Dabei hat er von null auf semi-professional 6 Monate Training gebraucht -erstaunlich, oder? Die genauen Dinge könnt ihr ja ja auf
Arton Balecis Webseite cum Blog nachlesen.
Das Ding heißt übrigens: The beautiful Aim - passender Name, oder?
Through-Gwens-Eyes - 8. Jul, 20:19
Well, und jetzt stellt sich heraus, dass das mit dem Geld wohl klappen wird und das ich eher eine Kopfnuss habe mit der Zeit.
Es wird nächstes Jahr eine Basis-Ausbildung von Mia Segal mit ihrer Tochter geben.
Wie kriege ich das gelöst.
Through-Gwens-Eyes - 1. Jul, 21:57
"Habitually" ist ein total wichtiges Wort innerhalb von Feldenkrais, weil es sich darum dreht, das jemand sich eine bestimmte Bewegungsfolge und/oder ein bestimmtes Bewegungsmuster zur Gewohnheit gemacht hat. Irgendwie habe ich mich allerdings noch nicht daran gewöhnt, das auf Deutsch zu nutzen: "Gewohnheitsmäßig" klingt nicht so elegant.
Vielleicht findet sich ja ein passendes Synoniem?
Achso und der Kollegin scheint es wieder wesentlich besser zu gehen, allerdings weiß ich nicht ob das einfach daran liegt, dass ihre Erkältung wieder weg ist, oder was. Weiter empirische Daten sammeln heißt´s da ;-)
Through-Gwens-Eyes - 22. Jun, 18:33
...auf der Arbeit habe ich jetzt wegen meines Erstjobs zwei Workshops in "Entspannungstechniken" gegeben (jaa und auch, weil wir eine bestimmte Anzahl Workshops geben/nehmen sollen) Wir hatten bei beiden Kursen noch Zeit übrig hatten, hab ich auch eine kleine Einführung in Feldenkrais gegeben. Und jetzt bin ich noch mal tiefer in die "Gwen ist verantwortlich für Entspannung" Schiene hineingekommen.
Vorgestern ist eine auf mich zugekommen und meinte, sie hätte sich an der Schulter was verzogen. Wir haben gaanz kurz was gemacht, unter 10 Minuten würde ich schätzen und es hat es zwar nicht geheilt, doch für Sie angenehmer gemacht. Ich habe sie vor allem darauf aufmerksam gemacht, dass sie "habitually" eine Schulter weiter nach vorne nimmt. Das und vermutlich der Umstand, dass sie sich extrem umdrehen muss, will sie in unseren "Großraumbüros" etwas mitbekommen könnte dazu geführt haben. Oder vielleicht sitzt sie auch "nur" auf einer Pobacke, oder, oder.
Spannend war dann, als ich gestern meine seit ca. einem Jahr immer wiederkehrende Dame hier hatte und sie über dicke Schmerzen in der Schulter klagte - die sich hinterher gelöst haben! Das würde ich aber auch der Tatsache zuschreiben, dass sie das Ganze schon länger macht und ihr Körper schon besser weiß, was, wo und wie Belastungen losgelassen werden können. Ist natürlich extrem Egostreichelnd sowas - ich hoffe es gelingt mir, bescheiden zu bleiben. Schließlich habe ich hier nicht den Heil-Wunder-zauberstab und nur weil SIE los hat lassen können hat´s ja auch nur geklappt.
An der Stelle sei nochmals auf den medizinischen Disclaimer hingewiesen.
Through-Gwens-Eyes - 19. Jun, 20:36
Demnächst geht es wieder los - Couchsurfing ist auch schon in der Mache, hoffe das klappt von den Daten her wie ich das verstanden habe - das wäre obergenial.
Diesmal als Schwerpunktthema: Scoliose und Schlaganfall-Überlebende. In der Newsletterankündigung stand, dass es jeweils 3 in jeder Kategorie gibt, die sich bereit erklärt haben vor versammelter Mannschaft den Unterricht von el Coach zu genießen. Bin mal gespannt. Und denke darüber nach mich wieder in die beiden Krankheitsbilder einzulesen... Damit ich auch weiß was ich sehe...
Through-Gwens-Eyes - 17. Jun, 23:33
Ist eine Sache, die man lieber nicht haben will – und ich als alte Helfersyndromerin fand mich in einem Flug nach London neben genaus so einer Dame – sowohl auf dem Hin- wie auf dem Rückflug. Was auch meine Wahl war – weil ich sie ja „gerettet“ habe: sie fand beide Male den Flug bemerkenswert kurz. Und ich habe mich noch nie so rüde als Gesprächspartnerin aufgedrängt wie bei diesem Gespräch – war auch mal ne interessante Erfahrung. Und was ich verpasst habe ist das folgende: ihr vielleicht mit einem Satz einimpfen, dass sie sich ja vielleicht selbst retten kann. Wenn sie sich nämlich nicht auf die Angst, sondern auf etwas schönes konzentriert. Weiß zwar nicht ob das möglich ist, wäre aber mal ne total spannende Geschichte.
Und Feldenkrais passt da auch wieder rein: wie kann man Flugangst haben, wenn sich alles entspannt hat, nä?
Through-Gwens-Eyes - 22. Mai, 18:27
Mittlerweile hat sich ein mehr oder weniger konstantes Grüppchen von 5 Leuten für den Feldenkrais-Workshop gebildet.
Und vor ein paar Wochen habe ich wieder etwas wichtiges dazu gelernt: wenn ich etwas zeigen will, dann kann ich es besser an mir zeigen, wenn die Gruppe noch nicht so vertraut ist. Weil sonst die Person an der ich es zeige findet, dass sie
1. etwas "Falsch" gemacht hat und
2. jetzt mit diesem "Falschen" vor der Gruppe bloßgestellt ist.
Zum Glück kannte ich die Person etwas näher und es war nicht ganz so ein arges Problem, allerdings ist mir das eine tiefe Lehre gewesen.
Wobei ich an dem Punkt "Richtiges"/"Falsches" Bewegen noch was feilen darf. Es geht ja um Erfahrungen, aber warum dann genaus so und nicht anders.
Mia und Leora sagen immer, dass Herr Feldenkrais sich die Übungen nicht zusammengewürfelt hat, sondern dass eine ganz bestimmte Absicht dahinter steckt. Ein ganz bestimmter Lernmoment. Nur das mir dieser Lernmoment noch nicht immer so klar ist. Und da wo bei mir keine Klarheit herrscht, kann ich diese auch nicht weitergeben. Ich hoffe, dass die anstehenden Lehrgänge da mehr Ansatzpunkte bieten. Ich will "meinen Leuten" schließlich eine gute Qualität bieten. (und vielleicht mal so gut werden wie die beiden...)
Through-Gwens-Eyes - 10. Apr, 20:15
Im Feldenkrais wird immer wieder darauf hingewiesen, das alles zusammenhängt. Wortwörtlich - alle Knochen sind über die Muskel miteinander verbunden. Wenn ich meinen Kiefer zu sehr zusammenpresse, kann es sein, dass ich nicht nur Schulter und Nackenprobleme bekommen kann, sondern dass auch mein Rücken oder meine Atmung darunter leidet. Weil die Muskeln für den Kiefer teilweise Auswirkungen haben auf den Brustkorb.
Eigentlich wollte ich auf eine noch gröbere Verbindung im Körper aufmerksam machen: Der Kopf und das Becken mit der Verbindung über die Wirbelsäule. Ich kann daran arbeiten, dass ich mein Becken anders belaste (z.B. nicht immer auf meiner reichten Seite hängen) ich kann mich aber auch dafür entscheiden, meinen Kopf in die andere Richtung zu neigen als vorher. Resultat ist in etwa das Gleiche, weil es sich über die Wirbelsäule im ganzen Muskel- und Skelettsystem verbreitet. Und von da aus natürlich auch in die tieferen Ebenen geht.
Einziger Hacken: das Becken ist einem meistens geläufiger als der Kopf. Zumindest war das bei mir so - und das hab ich auch erstmal so weitergegeben an eine Schülerin. In der letzten Stunde allerdings stellte sich heraus, dass es vermutlich für sie gut ist, dass sie mehr Bewusstheit für ihren Kopf bekommt. Das habe ich dann mal als "Hausaufgabe" aufgegeben. Weil ich weiß, dass sie diese auch von sich selbst aus macht.
Bin mal gespannt ob und wie ich das sehen werde - also ob es einen Unterschied macht...
Through-Gwens-Eyes - 23. Mrz, 23:22